Veranstaltungsreihe „In Humboldts Schatten“

1. Quartal 2020

Dienstag, 14.01.2020
Lehrer und Freund des jungen Humboldt: Georg Forster
Dr. Dieter Heintze, Bremen
„Im Schatten Humboldts“ trifft sicher nicht auf Georg Forster zu. Alexander von Humboldt hat ihn stets als seinen „Lehrer und Freund“ bezeichnet, durch den „eine neue Aera wissenschaftlicher Reisen“ begonnen habe, wie er sie selbst dann praktizierte. Worin hat Humboldt die Vorbildlichkeit Forsters gesehen, das Bahnbrechende von dessen „Reise um die Welt“, wie hat  Forster ihn beeinflusst?

Dienstag, 11.02.2020
Von Clausthal in die Neue Welt: Eduard Mühlenpfordt berichtet aus Mexiko (1827 – 1835)
Dr. Corinna Raddatz, Göttingen
Im Dienst einer englischen Bergwerksgesellschaft reist 1827 Eduard Mühlenpfordt mit seiner Frau und Harzer Bergleuten nach Mexiko. Nach siebenjährigem Aufenthalt kehrt er in den Harz zurück und berichtet ausführlich über Land und Leute der jungen Republik Mexiko, und geht in seinem Werk auch auf Humboldts Bericht ein. Obwohl Mühlenpfordts Ausführungen eine wichtige Quelle zum frühen postkolonialen Mexiko darstellen, sind sie in Fachkreisen wenig bekannt. Seine Person, in Hannover begraben, ist fast vergessen.

Dienstag, 10.03.2020 – 17:00 Uhr
Mitgliederversammlung der EGH, im Anschluss daran um 18:30 Uhr der Vortrag:
„Ihre eigenen Sprachen können sie recht gut!“ Humboldts merkwürdige Ansichten über die mexikanischen Indianer
Dr. Claus Deimel, Hamburg
Alexander von Humboldt bezeichnete die armen mexikanischen Bauern um 1800 als mehr oder weniger „phantasielose“ Leute. Diesem harten Urteil wird anhand von zeitgeschichtlichen Dokumenten zur Zeit Humboldts in Mexiko (1800) nachgegangen.

DER VORTRAG ENTFÄLLT AUFGRUND DER ANORDNUNG DER LANDESHAUPTSTADT HANNOVER ZUR EINDÄMMUNG DER CORONA-PANDEMIE!
Dienstag, 14.04.2020
Bayerns Brasilien-Expedition 1817 – 1820
Dr. Maximiliane Rieder, München
In der Nachfolge von Humboldts Reise ins spanisch beherrschte Süd- und Mittelamerika begaben sich die bayerischen Naturforscher Carl Friedrich Philipp Martius (1794-1868) und Johann Baptist Spix (1781-1826) in die portugiesische Kolonie (Reino Unido de Portugal, Brasil e Algarves). Die Ergebnisse ihrer Forschungsreise spielen noch heute eine bedeutende Rolle in Botanik, Zoologie und Ethnographie (Gründungssammlung des Museums Fünf Kontinente, München). Nach dem Vorbild des nicht zu Ende edierten Reisewerks von Humboldt publizierten die beiden Forscher bereits zwischen 1823 und 1831 ihren Reisebericht, die bedeutendste Landeskunde Brasiliens im 19. Jahrhundert. Während Spix bald an den Folgen der Reise starb, konnte der Universalgelehrte Martius die Ausbeute der Expedition wissenschaftlich bearbeiten (Flora Brasiliensis).

  • Carl Friedrich Philipp Martius
  • Juri und Miranha

Links: Carl Friedrich Philipp Martius; Mitte und rechts: zwei Kinder von den indigenen Völkern der Juri und Miranha, die Martius nach München mitbrachte

Unsere Veranstaltungen finden, soweit nicht anders angegeben, um 18:30 Uhr im Vortragssaal des Niedersächsischen Landesmuseums, Willy-Brandt-Allee 5, statt.

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Für Rückfragen:
Dr. Claus Deimel
clausdeimel(at)mac(dot)com
Tel.: 040 - 865181

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